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Jede Entscheidung trägt ...

Entscheidungen treffen

... etwas von einer "SCHEIDUNG" in sich. 

 

Wir treffen Entscheidungen - jeden Tag  - jede Stunde ... Wir entscheiden was wir anziehen, was wir essen, was wir als nächstes (nicht) tun …“ und geben dabei einer bestimmten Alternative den Vorrang bzw. trennen uns - mehr oder weniger - von einer anderen (damit meine ich die oben erwähnte "Scheidung").

 

Vieles davon vollzieht sich völlig unspektakulär, unbewusst, manches wiederum ganz rationell / überlegt. Dabei können auch Kleinigkeiten, die es gilt zu entscheiden, für großes Unbehagen sorgen, zur Schlaflosigkeit führen oder gar heftige Auseinandersetzungen mit anderen Menschen zur Folge haben. 

Was soll ich nur tun, für was soll ich mich entscheiden?

Eine häufige Frage - auch im Coaching!

Entscheidungen ... Die Lebensplanung betreffend ...

Es gibt Entscheidungen, die sich auf unsere mittel- oder langfristige Lebensplanung auswirken: „Soll ich den Job wechseln“, „Soll ich mich noch einmal weiterbilden / etwas Neues beginnen“, „Soll ich heiraten / mich von meinem Partner trennen“ … Die Liste der Anlässe lässt sich beliebig und umfangreich fortsetzen.

Vorhaben und Ziele: (Wann) damit beginnen?

Manche Entscheidungen beschäftigen sich wiederum mit Zielen, die mit einer Veränderung des eigenen Verhaltens bzw. einer Verbesserung der eigenen Fähigkeiten einhergehen: „Ich will abnehmen“, „Ich will meine Angst vor Auftritten/Reden loswerden“, „Wir sollten etwas tun, um unser Betriebsklima zu verbessern“ … Hier geht es mehr darum, jetzt endlich die Entscheidung zu treffen, damit zu beginnen oder etwas zu unternehmen. 

Die Meinung Anderer

„Du musst Dich entscheiden“, „Jetzt mach doch etwas dagegen“, "Man muss auch loslassen können" sind oft gehörte Ratschläge, meist von engen Freunden, Verwandten oder auch Beratern/Coaches, meist auch begleitet von einem individuell geprägten Vorschlag für eine bestimmte Alternative.

 

Zum Großteil sind diese Ratschläge auch gut gemeint, so richtig verstanden fühlt man sich aber nicht. Das Problem dabei ist, dass niemand in Ihrer Haut steckt und niemand auch nur annähernd nachvollziehen kann, wie Sie sich mit dieser Aufgabe / Entscheidung fühlen.

 

Was also Tun bei schwierigen Entscheidungen?

Vielleicht interessieren Sie sich für 6 Anregungen / Impulse von meiner Seite? Dann lesen Sie weiter ...

1. "Sowohl als Auch" anstelle von "Entweder / Oder"

Überlegen Sie sich, ob Sie sich ausschließlich eine Alternative "exklusiv" entscheiden müssen. Vielleicht können Sie auch mit beiden Alternativen parallel gut leben? 

Beispiel: Sie überlegen schon lange, sich selbstständig zu machen, wollen aber ihren sicheren Job nicht aufgeben. Ihre bisherigen Alternativen lauten: Job kündigen und Selbstständigkeit beginnen. Wie wäre es, wenn Sie Ihren Vollzeitjob zu einem Teilzeit-Job umwandeln und durch die gewonnene Zeit ihre Selbstständigkeit als Nebenbeschäftigung ausüben? Viele selbstständige Karrieren haben auf diese Weise begonnen!

2. Auch wenn Sie nichts tun - Sie treffen eine Entscheidung!

Auch wenn Sie alles so lassen wie es ist, oder weiterhin das Gleiche tun und die gleichen (womöglich belastenden und unbefriedigenden) Ergebnisse erzielen, treffen Sie eine Entscheidung. Nämlich die, nichts zu ändern oder zu verbessern.

3. Selbstvorwürfe bringen Sie nicht weiter

Wir Menschen bewerten gerne alles und jeden und vor allem uns selbst. Dabei gehen wir mit uns selbst oft viel schlimmer um, als mit jedem anderen Menschen. Erkennen Sie sich und Ihr Verhalten an, akzeptieren Sie Ihre bisherige Vorgehensweise. Denn all das haben Sie aus freien Stücken und aus gutem Grunde so getan.

4. Es Gibt Nichts Gutes, ...

... außer man tut es (Erich Kästner). Hier setze ich den vorherigen Punkt fort und führe auch zum nächsten weiter.

Machen Sie sich auch einmal Gedanken darüber, wofür Ihr bisheriges Leben/Verhalten, ihre bisherige Wahl gut war. Bestimmt gibt es einige Gründe, die Ihnen oder auch guten Freunden, die Sie fragen können, einfallen. Alles hat seinen guten Grund (gehabt). Zudem sind wir Menschen auch sehr auf Sicherheit bedacht. Und so birgt jeder bekannte Zustand (auch wenn er sich sehr bedrückend, belastend anfühlt) eine gewisse Sicherheit. Jede Veränderung dagegen birgt Risiken und Unsicherheiten, wogegen wir uns Menschen - auch aus gutem Grund - sträuben.  

5. WENN SIE ETWAS VERÄNDERN / VERBESSERN WOLLEN, DANN VERSUCHEN SIE ES!

Wenn Menschen - oft in hohem Alter angesprochen - auf ihr Leben zurückblicken, dann bereuen sie meistens nicht Fehler, die ihnen unterlaufen sind, sondern erzählen voller Trauer und Wehmut von Vorhaben/Dingen/Chancen, die sie nicht unternommen oder wahrgenommen haben. 

6. Fünfzig EURO - ein überschaubarer Anfang

Bevor Sie weiter grübeln oder vielleicht auch viel Geld ausgeben: Engagieren Sie einen guten Freund / eine gute Freundin bzw. einen Menschen, dem Sie großes Vertrauen schenken. Erzählen Sie ihr/ihm von Ihrer Entscheidung / Idee und bitten Sie um folgendes:

"Bitte finde alle möglichen Gründe, die dagegen sprechen, dass ich ... (hier kommt ihr Vorhaben / ihre Veränderung / ihre Entscheidung) mache. Rede es mir aus und nimm dabei kein Blatt vor den Mund. Denke Dir die schlimmsten Dinge aus, die entstehen könnten und halte mich davon ab, es zu tun. Für eine halbe Stunde bekommst Du von mir 50 Euro. Lass uns hierfür einen Termin in den nächsten Tagen finden."

Sollten Sie nach dieser halben Stunde immer noch voll überzeugt von Ihrer Idee/Entscheidung sein, dann sollten auch die meisten  (Selbst-)Zweifel beseitigt sein. 

Warum dafür einem bekannten Menschen etwas zahlen? Weil es eine Gegenleistung darstellt und der Ansporn für beide wesentlich höher ausfällt. Weil Sie dafür auch wertvolle Arbeit erhalten und die üblichen/bekannten Ratschläge (sh. oben) oder Abschweifungen in andere Themen eher ausbleiben werden. Weil dies eine intensive Beschäftigung mit dem Thema voraussetzt ... Erklären Sie, warum Sie gerne Geld dafür bezahlen.